KiBiz ist ein voller Erfolg im Kreis Kleve:



„Die Landesregierung hat Wort gehalten und ihr Versprechen erfüllt, die frühkindliche Bildung und Betreuung in den Kindertageseinrichtungen massiv auszubauen und zu verbessern.", erklärten heute die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Kleve Dr. Helmut Linssen und Manfred Palmen.
Das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) tritt am 1. August 2008 in Kraft. Zur Vorbereitung darauf mussten die örtlichen Jugendämter bis zum 15. März ihre Planungen an die Landesjugendämter melden. Dies galt für die geplanten Gruppenformen und Betreuungszeiten, sowie für den Ausbau der Betreuungsplätze für Unterdreijährige. Nach dem abge-schlossenen Anmeldeverfahren steht nun fest, dass die Eltern der Qualitätsverbesserung durch KiBiz vertrauen. Mehr Eltern als in den Vorjahren haben ihre Kinder für den Kindergarten angemeldet und sich für längere Betreuungszeiten entschieden.
Manfred Palmen: „Neben der Stärkung des Bildungsangebotes im vorschulischen Bereich ist die Ausrichtung der Angebote auf die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern eines der Kernelemente der Kindergartenreform." Die Befürchtungen, viele Eltern würden eine „kostengünstigere" Betreuung von 25 Stunden wählen und damit Geld sparen, haben sich nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil - immer mehr Eltern wollen eine Betreuung von 45 Stunden für ihre Kinder. Dies ist ein bildungspolitischer Erfolg. „Die Landesregierung greift das Buchungsverhalten der Eltern auf und stellt für den zusätzlichen Mehrbedarf noch mehr Finanzmittel zur Verfügung."
Für die Jugendämter im Kreis Kleve bedeutet dies über 4 Millionen Euro mehr (bisher 12,9 Millionen Euro), d.h. für das Jugendamt Emmerich 386.422,17 €, das Jugendamt Goch 561.334,15 €, das Jugendamt Kleve 605.359,82 €, das Jugendamt Kevelaer 494.327,43 €, das Jugendamt Geldern 395.709,59 € und das Jugendamt des Kreises 1.732.647,09 € mehr, die allerdings unter dem Vorbehalt der Überprüfung von Buchungszeiten, Plätzen für Schulkinder, sozialen Brennpunkten, Familienzentren und Kindern mit Behinderungen erfolgen. Diese exakte Überprüfung dauert noch an.
Darüber hinaus wurden alle Plätze für die Betreuung der Unterdreijährigen bewilligt, die die örtlichen Jugendämter gemeldet haben. Dabei übersteigt der Bedarf die ursprüngliche Planung. Das sind im Kreis Kleve 502 Plätze statt bisher 214 Plätzen. Auch hier greift die Landesregierung den Willen der Eltern auf und stellt zusätzliche Mittel zur Verfügung.
„Noch nie wurde in Nordrhein-Westfalen so viel Geld für die frühkindliche Bildung und Betreuung ausgegeben. Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) wird ein wichtiger Grundstein für weitere Bildungswege der Kinder gelegt - vom Kindergarten über die Schule bis hin zur weiteren Ausbildung. Das schafft für alle Kinder mehr Bildungschancen. Darüber hinaus ist dies ein entscheidender Schritt für die Familien in Nordrhein-Westfalen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch den Ausbau des Betreuungsangebotes entscheidend verbessert.", so Dr. Helmut Linssen.
Verantwortlich: Agnes Asdonk