KiBiz hat guten Flug



„501 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, damit hat das neue
Gesetz zur frühen Bildung und Betreuung von Kindern auch im Kreis Kleve schon einen zählbaren und handfesten Erfolg zu verbuchen." Mit diesen Worten begrüßen die CDU-Landtagsabgeordneten, Finanzminister Dr. Helmut Linssen, und der Parlamentarische Staatssekretär Manfred Palmen das so kurz KiBiz genannte Kinderbildungsgesetz, das am vergangenen Frei-tag, den 1.August, in Kraft getreten ist. Nach mehreren Jahrzehnten löst das von CDU und FDP im nordrhein-westfälischen Landtag beschlossene KiBiz das Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) ab. „Das GTK war längst in die Jahre gekommen", betont Linssen. „So konnte es zum Beispiel auf die Bedürfnisse moderner Familien- und Lebensentwürfe mit seinen starren Gruppengrößen nicht reagieren. Und das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren fristete im GTK nur ein Nischendasein, wie die nackten Zahlen beweisen." So habe NRW mit 11.000 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bis zum Frühjahr 2005, dem Ende der SPD/Grünen-Koalition in Düsseldorf, die Rote Laterne im bun-desweiten Vergleich getragen. Manfred Palmen: „KiBiz hat diese Zahl innerhalb von drei Jahren vervierfacht. Seit dem 1. August stehen landesweit 44.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung." Das mache deutlich, dass die Betreuung von Kindern für die CDU in NRW hohe Priorität habe. Palmen: „Allein im Kreis Kleve unterstützen wir das Betreuungsangebot mit 17.193.974 Euro. Das sind über 4 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr."
Insgesamt habe die Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers
KiBiz mit rund einer Milliarde Euro ausgestattet - mehr Geld sei bisher noch nie in die Kinderbetreuung und Kinderbildung in NRW geflossen. Auch dies
mache deutlich, dass für die CDU Kinder und Familien einen hohen Stellen
wert haben, hoben die beiden CDU-Abgeordneten hervor. Mit den unterschiedlichen Betreuungsangeboten von 25, 35 und 45 Stunden seien die Familien in der Lage, ihren Alltag individuell zu planen. Dass viele Eltern sich für ein Betreuungsangebot von 35 und 45 Stunden entscheiden, zeige: „Die
Eltern nutzen die Möglichkeiten und Perspektiven, die KiBiz ihnen eröffnet."
Eine Perspektive fänden auch zunehmend Erzieherinnen und Erzieher, erklären Helmut Linssen und Manfred Palmen. So brauchen die Kindertageseinrichtungen im Land auch zusätzliches Personal. Denn die Mehrzahl der Eltern möchte ihre Kinder 35 und 45 Stunden in die Betreuung schicken, und die Förderung von Kindern unter drei Jahren wird massiv ausgebaut. Nach Schätzungen der CDU-Landtagsfraktion, die auf repräsentativen Stichproben im Land beruhen, werden rund 7500 zusätzliche Kräfte in den Kindertageseinrichtungen benötigt. Helmut Linssen: „Wie viele zusätzliche Kindergärtnerinnen und Kindergärtner es bei uns im Kreis Kleve sein werden, darüber gibt es noch keine verlässliche Zahl."
Insgesamt zeigen sich die beiden Christdemokraten im Düsseldorfer Landtag mit dem Start des KiBiz zufrieden. Manfred Palmen: „Vom Beginn an hat
KiBiz einen guten Flug."
Landeszuschüsse nach KiBiz
Stadtverwaltung Emmerich1.786.042 €
Stadtverwaltung Geldern 1.724.553 €
Stadtverwaltung Goch 1.877.902 €
Stadtverwaltung Kevelaer1.610.495 €
Stadtverwaltung Kleve 2.629.111 €
Kreisverwaltung Kleve 7.565.871 €
Gesamt 17.193.974 €
Plätze für Unterdreijährige in Kindertageseinrichtungen
Emmerich 51
Geldern 40
Goch 4
Kevelaer 25
Kleve 99
Kreisjugendamt Kleve 282
Gesamt 501
Verantwortlich: Agnes Asdonk