Initiative „Komm Mit! – Fördern statt Sitzenbleiben“ startet mit 385 Schulen



Mit 85 Schulen mehr als ursprünglich vorgesehen startet die gemeinsame
Initiative des Schulministeriums und der nordrhein-westfälischen Lehrerverbände „Komm mit! - Fördern statt Sitzenbleiben". Auf Anhieb hatten sich 385 Schulen um die Teilnahme an der Initiative beworben.
Ministerin Barbara Sommer: „Die erfreulich hohe Zahl an Rückmeldungen der Schulen unterstreicht, dass wir mit unserer gemeinsamen Initiative zur
Reduzierung der Sitzenbleiberquote ein Anliegen unserer Schulen aufgenommen haben. Wir haben uns entschieden alle Schulen mitzunehmen, die sich
beworben haben."
Im Kreis Kleve nehmen das Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern, das Willibrord-Gymnasium in Emmerich, die Kardinal-von-Galen-Hauptschule in Kerken, die Konrad-Adenauer-Hauptschule in Kleve sowie die Gemeinschaftshauptschule Wachtendonk teil.
Alle Schulen, die sich zur Teilnahme an der Initiative mit tragfähigen
Förderkonzepten beworben haben, sind auch vom Start an dabei. Im Rahmen der Initiative werden sie versuchen, die Zahl der Sitzenbleiber, insbesondere in den Klassen 7, 8 und 9, schrittweise zu reduzieren, ohne die
Leistungsanforderungen zu mindern. Das Land stellt hierfür über 100 Stellen zur Verfügung. Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt, sie wird wissenschaftlich
begleitet und evaluiert. Seit dem Schuljahr 2001/2002 ist die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I kontinuierlich von 4,5 % auf 3,1 % im zurückliegenden Schuljahr 2007/2008 zurückgegangen.
Die Kreis Klever Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Linssen und Manfred
Palmen erklären dazu: „Die Unterrichtsversorgung und die individuelle Förderung werden verbessert. Das ist eine Politik, die in die Zukunft investiert."
Schulministerin Barbara Sommer hatte im April mit den Verbandsvorsitzenden Udo Beckmann (VBE NRW), Andreas Meyer-Lauber (GEW NRW), Peter
Silbernagel (Philologen-Verband NRW) und Monika Straub (Verein katholischer deutscher Lehrerinnen NRW) die Initiative auf den Weg gebracht. Die Vertreter der Lehrerorganisationen begrüßten jetzt die Entscheidung der Schulministerin, alle Schulen, die sich begründet beworben haben, mitzunehmen.
Verantwortlich: Agnes Asdonk