Die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Linssen und Manfred Palmen:



"Organtransplantationen sind oft die einzige Chance, um das Leben von Patienten retten zu können. Aus Mangel an einem verfügbaren Organ sterben jedoch Jahr für Jahr in Deutschland rund 1000 Menschen, die auf den Wartelisten stehen. Ihr Leben hätte durch eine Organtransplantation vermutlich gerettet werden können - für sie stand aber nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung", erklärten die hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Linssen und Manfred Palmen.
Vergleiche zeigen, dass es in Deutschland bezogen auf die Zahl der Einwohner weniger Organspenden gibt als in anderen Ländern. In Nordrhein-Westfalen konnten im vergangenen Jahr bei 216 durchgeführten Organspenden in den 152 Krankenhäusern des Landes 664 Transplantate zur Behandlung schwerkranker Patienten bereitgestellt werden. Linssen und Palmen: "Zwar konnte die Zahl der Organspenden damit im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent erhöht werden. Die Situation ist aber immer noch nicht zufriedenstellend. Wir müssen die Zahl der Organspenden steigern, um das Überleben und die Lebensqualität von mehreren tausend schwer kranker Menschen in Nordrhein-Westfalen zu sichern."
Auch im Kreis Kleve gibt es trotz der Anstrengungen vieler Beteiligter noch einen Nachholbedarf. "Lediglich im St. Antonius-Hospital in Kleve konnten im Jahr 2006 zwei Organentnahmen durchgeführt werden. Unser Ziel muss es sein, diese Zahl in den nächsten Jahren zu steigern", sagten die CDU-Abgeordneten.
Aus diesem Grund sei ein verstärkter Einsatz aller Beteiligten notwendig. Helmut Linssen und Manfred Palmen: "Daher fordert die CDU, in allen NRW-Krankenhäusern einen Ansprechpartner für Ärzte, Patienten und Angehörige einzuführen. Dieser soll bei allen Fragen, Abläufen und Entscheidungen im Zusammenhang mit einer Organspende mit Rat und Tat zur Seite stehen." Damit kann man Ängste nehmen und weiterhin die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger erhöhen, Organe zu spenden. "Mit einem Organspendeausweis in der Tasche könnten die Angehörigen in einer schwierigen Situation entlastet werden und Leben retten. Organspendeausweise sind in vielen Arztpraxen und Apotheken oder auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhältlich. Je mehr Bürgerinnen und Bürger einen solchen Ausweis besitzen, umso mehr Menschen kann durch eine Organspende das Leben gerettet werden", sagten die Christdemokraten.
Verantwortlich: Agnes Asdonk